Spiel, Satz, Sieg - der Kampf der Geschlechter!

17.09.2017

Der Film „Battle of the Sexes“ („Kampf der Geschlechter“) kommt am 16. November 2017 in die deutschen Kinos. Die amerikanische Komödie von Valerie Faris und Jonathan Dayton beruht auf einem wahren sportgeschichtlichen Ereignis, das sich im Jahr 1973 begeben hat. In den Hauptrollen sind Emma Stone und Steve Carell zu sehen.

„Battle of the Sexes“ thematisiert den Geschlechterkampf im Sport und den allgemeinen Kampf der Frauen um Gleichberechtigung. Hintergrund des Filmes ist das legendäre Tennismatch zwischen der damaligen Wimbledon-Siegerin Billy Jean King und dem alternden Ex-Tennis-Profi Bobby Riggs, der 34 Jahre vor King in Wimbledon gesiegt hatte. Bobby Riggs, der von Steve Carell gespielt wird, hatte im Vorfeld des Matches durch kontroverse Aussagen und machohaftes Gehabe Aussicht auf ein sensationelles und medienwirksames Tennisspiel gemacht. Riggs machte kein Geheimnis aus seiner Auffassung, dass Frauen in die Küche gehören und damit nicht als Gegner auf dem Tennisfeld ernstzunehmen wären. Billy Jean King, im Film von Emma Stone dargestellt, die gegen Riggs antreten sollte, galt als besonders feministisch orientierte Vertreterin ihres Geschlechts und verlieh damit dem Match, allein durch ihre Person, einen zusätzlichen besonderen Reiz.

Das öffentliche Interesse an dieser ungewöhnlichen Tennis-Partie heizte nicht nur die Gemüter, sondern auch die Wettquoten im Tennis bei den Buchmachern an. Da Riggs nur wenige Monate zuvor die damals Weltranglisten-Erste im Tennis, Margaret Court, überlegen geschlagen hatte, wurde allerorts auf Sieg durch Riggs gesetzt. Etwa 50 Millionen Amerikaner verfolgten im Fernsehen das Battle King gegen Riggs, was zu einer großen Show aufgezogen worden war und kaum noch einem Sportkampf glich. Wer hätte schon ahnen können, dass Billie Jean King in nur drei Sätzen den favorisierten Riggs schlagen würde? Der Kampf der Geschlechter endete mit einem sensationellen Erfolg für die Frauen in der Sportwelt und setzte damit auch neue Wege für die Gleichberechtigung der Frau auf allen Ebenen.

Bobby Riggs war dafür bekannt, seine Gegner auf dem Feld auszutricksen, sie im Sicheren zu wiegen, um dann das Blatt zu wenden und den Sieg für sich zu holen. Daher sorgte die Niederlage gegen King für große Verwunderung und wilde Spekulationen. Riggs verdiente sein Geld nach dem Ende seiner Sport-Karriere durch Sportwetten und Besuche von Casinos in Las Vegas. Ihm wurden Kontakte zur Mafia-Unterwelt nachgesagt, wo er sich auch angeblich hohe Schulden eingehandelt haben sollte. Im Laufe der Zeit erhärteten sich Gerüchte, dass Bobby Riggs das legendäre Match absichtlich verloren haben könnte, um seine Spielschulden einlösen zu können. Vollständige Beweise wurden dafür bisher nie erbracht und Billie Jean King, die das Damen-Tennis mit ihrem Sieg revolutionierte, ist nach wie vor zweifelsfrei von einem fairen Ausgang des Matches überzeugt.

„Battle of the Sexes“ ist eine sportbiografische Komödie, die die Geschichte rund um eine der aufsehenerregendsten Tennis-Partien erzählt. Jedoch muss man, allein aufgrund der Star-Besetzung des Filmes, nicht zwingend sportbegeistert sein, um sich dafür ins Kino zu setzen. Wer durch den Film sein Interesse am Tennis-Sport entdeckt, wird Glück haben. Im gleichen Zeitraum zum Kinostart von „Battle of the Sexes“ in Deutschland kommt ein weiterer Spielfilm in die deutschen Kinos, der ebenfalls den Tennissport zum Inhalt macht. In „Borg/McEnroe“ werden die Hintergründe zur Rivalität zwischen den beiden Profi-Tennisspielern Björn Borg und John McEnroe beleuchtet.